Die Anfänge der Lithografie

Die Geschichte des Flachdruckes begann mit dem Jurastudenten Alois Senefelder (1771 – 1834). Er hatte eine ausgeprägte Vorliebe für das Schreiben von Theaterstücken. Die Verlage, denen er seine Stücke angeboten hatte, waren durchweg wenig begeistert.

Deshalb suchte er nach Wegen, seine eigenen Theaterstücke qualitativ hochwertig und gleichzeitig preiswert zu vervielfältigen. Denn die zu seiner Zeit sehr hohen Druckkosten konnte er nicht aufbringen. Also suchte er nach einer günstigen Alternative, und so kam er bald auf den „Steindruck“.

Er machte sich die Tatsache zunutze, dass sich Fett und Wasser abstoßen. Er bereitete eine flache und völlig ebene Steinplatte vor. Was gedruckt werden sollte, wurde spiegelverkehrt mit fetthaltiger Tusche oder Kreide auf den Stein aufgebracht. Dann wurde der Stein mit Wasser behandelt und fetthaltige Farbe aufgetragen.
Die Farbe haftete nur auf den fettigen Teilen, von den feuchten Partien wurde sie abgestoßen.