Vom Alltagsgebrauch zur Kunstform

Der Begriff Lithografie wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich geprägt. Zunächst wurde mit Hilfe der neuen Drucktechnik Gebrauchsgraphik hergestellt.

Noten und Texte, Schriften und Landkarten waren die Dinge, die häufig hergestellt und verbreitet wurden. Druckereien für Lithografien entstanden überall, denn die Lithografie war eine lukrative Möglichkeit, hohe Auflagen in kurzer Zeit herzustellen.
Schon bald wurde das Druckverfahren auch für Bilder und bildhafte Darstellungen entdeckt.

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Das Lehrbuch

Wann genau Alois Senefelder diese zündenden und umwälzenden Ideen hatte, ist nicht genau bekannt. Der Text zu dem Lied „Brand von Neuötting“ erschien im Jahr 1797. Man vermutet hier den ersten Text, der mit der neuen Drucktechnik hergestellt wurde. Im Jahr 1818 wurde Senefelders „Lehrbuch der Steindruckerey“ veröffentlicht.

Er schilderte in diesem Buch all seine Bemühungen, seine Erfolge und auch sein Scheitern. Wie immer bei großen Erfindungen gab es auch für ihn den ständigen Wechsel von Erfolg und Misserfolg. Nach Jahren intensiver Arbeit gelang ihm der Durchbruch als Erfinder der „Chemischen Druckerey“.

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Die Anfänge der Lithografie

Die Geschichte des Flachdruckes begann mit dem Jurastudenten Alois Senefelder (1771 – 1834). Er hatte eine ausgeprägte Vorliebe für das Schreiben von Theaterstücken. Die Verlage, denen er seine Stücke angeboten hatte, waren durchweg wenig begeistert.

Deshalb suchte er nach Wegen, seine eigenen Theaterstücke qualitativ hochwertig und gleichzeitig preiswert zu vervielfältigen. Denn die zu seiner Zeit sehr hohen Druckkosten konnte er nicht aufbringen. Also suchte er nach einer günstigen Alternative, und so kam er bald auf den „Steindruck“.

Er machte sich die Tatsache zunutze, dass sich Fett und Wasser abstoßen. Er bereitete eine flache und völlig ebene Steinplatte vor. Was gedruckt werden sollte, wurde spiegelverkehrt mit fetthaltiger Tusche oder Kreide auf den Stein aufgebracht. Dann wurde der Stein mit Wasser behandelt und fetthaltige Farbe aufgetragen.
Die Farbe haftete nur auf den fettigen Teilen, von den feuchten Partien wurde sie abgestoßen.